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StartRatgeberWas kostet eine Gebäudereinigung? Preise 2026 im Überblick

Was kostet eine Gebäudereinigung? (Preise 2026)

Die kurze Antwort: Laufende Unterhaltsreinigung liegt bei 0,90 bis 1,80 Euro je Quadratmeter und Einsatz, der Stundensatz einer Reinigungskraft bei 25 bis 45 Euro, eine einmalige Grundreinigung bei 2 bis 5 Euro je Quadratmeter. Was du am Ende zahlst, hängt weniger von der Fläche ab als vom Turnus und davon, was genau im Leistungsverzeichnis steht.

Richtwerte 2026

LeistungPreisAbrechnung
Unterhaltsreinigung (laufend)0,90 – 1,80 €je m² und Einsatz
Reinigungskraft im Stundensatz25 – 45 €je Stunde, inkl. Material
Grundreinigung (einmalig, intensiv)2,00 – 5,00 €je m²
Fensterreinigung1,50 – 4,00 €je Fensterflügel
Bauendreinigung nach Neubau oder Umbau3,00 – 8,00 €je m²
Treppenhausreinigung Mehrfamilienhaus60 – 180 €je Monat, je nach Größe und Turnus

Warum der Turnus wichtiger ist als die Fläche

Das klingt zunächst falsch, ist aber die zentrale Stellschraube. Wer wöchentlich reinigen lässt, zahlt je Einsatz deutlich weniger als bei einem Einzelauftrag alle drei Monate — denn eine regelmäßig gepflegte Fläche ist in einem Bruchteil der Zeit sauber. Bei langen Abständen setzt sich Schmutz fest, und der Betrieb kalkuliert Grundreinigungsaufwand.

Beispielrechnung: Büro mit 180 Quadratmetern

TurnusPreis je EinsatzEinsätze im MonatMonatlich
2 × wöchentlichca. 175 €rund 8,7ca. 1.520 €
1 × wöchentlichca. 200 €rund 4,3ca. 860 €
alle 14 Tageca. 250 €rund 2,2ca. 550 €
1 × monatlichca. 380 €1ca. 380 €

Die Werte sind gerundete Beispiele auf Basis der Spannen oben. Was daran zählt: Der Preis je Einsatz steigt mit dem Abstand, weil die Fläche stärker verschmutzt ist. Wer selten reinigen lässt, spart nicht so viel, wie die Monatszahl suggeriert — und arbeitet in einer Umgebung, die zwischendurch unsauber ist.

Was in ein Leistungsverzeichnis gehört

Der häufigste Streitpunkt zwischen Auftraggeber und Reinigungsbetrieb lautet: „Das war doch mit drin." Ein sauberes Leistungsverzeichnis verhindert das. Es benennt für jede Fläche, was getan wird und wie oft:

  • Jeder Einsatz: Böden, Sanitär, Papierkörbe, Türgriffe, Küche
  • Wöchentlich: Schreibtischflächen, Fensterbänke, Spiegel
  • Monatlich: Heizkörper, Sockelleisten, Türblätter
  • Vierteljährlich oder halbjährlich: Fenster innen, Lampen, Lüftungsgitter
  • Ausdrücklich nicht enthalten: was der Betrieb nicht macht — auch das gehört hinein

Steht im Angebot nur „Reinigung nach Bedarf", ist es kein Angebot, sondern eine Absichtserklärung.

Was den Preis nach oben treibt

  • Starke Verschmutzung, Kalk, alte Beläge. Mehr Zeit, Spezialmittel, teils Maschinen.
  • Schwer erreichbare Flächen. Glasfassaden, hohe Treppenhäuser, Oberlichter — hier kommen Hubsteiger oder Sicherungstechnik dazu.
  • Zeiten außerhalb der Betriebszeiten. Reinigung nach 20 Uhr oder am Wochenende wird mit Zuschlägen kalkuliert.
  • Zusatzleistungen. Desinfektion, Teppich- oder Polsterreinigung, Grünpflege, Winterdienst.
  • Kleine Objekte. Unter etwa 60 Quadratmetern lohnt sich die Anfahrt kaum — der Quadratmeterpreis steigt entsprechend.

Was den Preis senkt

  • Regelmäßiger Vertrag statt Einzelaufträge. Der wirksamste Hebel, siehe oben.
  • Klarer Leistungsumfang. Je genauer die Beschreibung, desto weniger Risikoaufschlag rechnet der Betrieb ein.
  • Gebündelte Termine. Wer Fenster- und Grundreinigung mit dem laufenden Vertrag koppelt, spart Anfahrten.
  • Freie Zeitfenster. Wenn der Betrieb selbst planen darf, füllt er Lücken günstiger.
  • Material selbst stellen. Bei größeren Objekten manchmal sinnvoll — vorher durchrechnen, oft ist es Augenwischerei.

Steuerlich absetzbar

Privat gilt Reinigung als haushaltsnahe Dienstleistung: 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten mindern direkt die Steuerschuld, bis 4.000 Euro im Jahr. Gewerblich sind die Kosten in voller Höhe Betriebsausgabe. Voraussetzung privat: Rechnung mit ausgewiesenem Arbeitslohn und Zahlung per Überweisung.

Woran du einen seriösen Betrieb erkennst

  • Angebot erst nach Besichtigung oder auf Basis eines klaren Leistungsverzeichnisses
  • Haftpflichtversicherung, auf Nachfrage nachweisbar
  • sozialversicherungspflichtig beschäftigtes Personal, keine wechselnden Subunternehmer
  • feste Ansprechperson und geregelte Vertretung bei Krankheit
  • faire Kündigungsfristen ohne überlange Mindestlaufzeit
  • Reinigungsnachweise oder Kontrollen bei größeren Objekten

Häufige Fragen

Lohnt sich eine eigene Reinigungskraft statt einer Firma?

Bei durchgehendem Bedarf ab etwa einer halben Stelle kann es günstiger sein. Dafür trägst du Lohnnebenkosten, Urlaubs- und Krankheitsvertretung, Material und Haftung selbst.

Wer haftet, wenn etwas beschädigt wird?

Der Betrieb über seine Betriebshaftpflicht. Deshalb solltest du sie dir vor Vertragsschluss zeigen lassen.

Wie kurzfristig bekomme ich einen Termin?

Für laufende Verträge meist innerhalb von zwei Wochen. Grund- und Bauendreinigungen brauchen mehr Vorlauf, besonders im Frühjahr und zum Jahresende.

Ist Material im Preis enthalten?

Bei Stundensätzen üblicherweise ja. Bei Quadratmeterpreisen steht es im Angebot — nachfragen, wenn es fehlt.

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